Anlässlich des Weltkindertags startete die städtische Kinder- und Familienbeauftragte Marie Meuren in Saarlouis das neue Projekt „Kinderrechte machen Schule!“. 16 vierte Klassen aus allen Saarlouiser Grundschulen nahmen am ersten Durchlauf des Kinderrechte-Parcours teil. Über drei Wochen hinweg machte der Parcours an den einzelnen Schulen Station. Marie Meuren und ihr Team besuchten die Schulen und luden die Kinder ein, ihre Rechte spielerisch zu entdecken und zu erleben.
Was bedeutet es eigentlich, ein Recht auf Bildung zu haben? Warum ist es wichtig, dass Kinder ihre Meinung sagen dürfen? Und was bedeutet es, Unterstützung zu bekommen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Viertklässlerinnen und Viertklässler der Saarlouiser Grundschulen in den vergangenen Wochen.
Rund um den Weltkindertag am 20. September wurde in der Europastadt Saarlouis erstmals das neue Projekt „Kinderrechte machen Schule!“ umgesetzt. Die Kinder- und Familienbeauftragte, Marie Meuren, entwickelte dafür einen Kinderrechte-Parcours, bei dem die Schülerinnen und Schüler sieben ausgewählte Kinderrechte nicht nur kennenlernen, sondern vor allem selbst erleben konnten.„Ich möchte, dass die Kinder am Ende des Parcours folgendes mitnehmen: Ich habe Rechte. Meine Meinung zählt. Ich darf mir Hilfe holen. Und auch die anderen Kinder haben dieselben Rechte. Das ist eigentlich die wichtigste Botschaft“, beschreibt Marie Meuren das Ziel des Projekts.An verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Kinder mit Themen wie Gleichheit, Schutz, Bildung, Mitbestimmung, Unterstützung sowie Spiel und Freizeit. Im Mittelpunkt stand dabei nicht die Vermittlung der Kinderrechte in Form eines klassischen Vortrags. Vielmehr wurde an jeder Station Wissen mit einem Spiel, einer Bewegungsaufgabe oder einer praktischen Erfahrung verbunden. So konnten die Kinder die Inhalte aktiv entdecken und unmittelbar mit ihren eigenen Erfahrungen verbinden.
Ein besonderer Bestandteil des Parcours war das gemeinsame Kinderrechte-Haus. Nach jeder absolvierten Station durften die Kinder auf dem jeweiligen Baustein unterschreiben. So entstand Schritt für Schritt ein gemeinsames Werk mit den Namen aller teilnehmenden Kinder. Die fertigen Häuser durften die Schülerinnen und Schüler mit in ihre Klassenzimmer nehmen, um täglich daran erinnert zu werden, dass jedes Kind auch über den Weltkindertag hinaus Rechte hat und mit seinen eigenen Bedürfnissen, Fähigkeiten und seiner eigenen Meinung dazugehört.Mit dem ersten Durchlauf ist der Kinderrechte-Parcours allerdings nicht abgeschlossen. Auch in den kommenden Jahren sollen die jeweiligen vierten Klassen der Saarlouiser Grundschulen die Möglichkeit erhalten, den Parcours zu durchlaufen. „Ich fände es schön, wenn der Kinderrechte-Parcours in Saarlouis zu etwas wird, das die Kinder kennen und worauf sie sich freuen. Vielleicht gelingt es uns sogar durch jährliche Aktionen eine „Kinderrechte-Tradition aufzubauen“, blickt Marie Meuren voraus. Damit soll „Kinderrechte machen Schule!“ langfristig zu einem festen Bestandteil des Weltkindertags in Saarlouis werden.
Text: Marie Meuren


Bildtexte:
Die städtische Kinder- und Familienbeauftragte Marie Meuren startete ihr neues Projekt „Kinderrechte machen Schule!“ im Rahmen des Weltkindertages an allen Saarlouiser Grundschulen, hier in Fraulautern.
Fotos: Eva Zulewski