Stadtbibliothek Saarlouis und Robert-Schuman-Gymnasium erinnern am 9. November an eine außergewöhnliche Saarlouiserin und ihr Vermächtnis
Anlässlich des Gedenkens an die Opfer der Novemberpogrome von 1938 laden die Stadtbibliothek Saarlouis und das Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis am Montag, 09. November 2026, um 19 Uhr zu einer besonderen Lesung ins Theater am Ring ein. Der Autor und Historiker Benet Lehmann stellt sein Buch „Esthers Spuren – Die Geschichte der Shoah-Überlebenden Esther Bejarano und der Kampf gegen Rechtsextremismus“ vor.
Die Veranstaltung hat für Saarlouis eine ganz besondere Bedeutung: Esther Bejarano wurde 1924 in Saarlouis geboren. Die Holocaust-Überlebende und engagierte Antifaschistin blieb ihrer Geburtsstadt verbunden und wurde 2014 zur Ehrenbürgerin von Saarlouis ernannt. Der Festakt zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft fand in der Kaserne VI statt – in jenem Gebäude, in dem zu dieser Zeit auch die Stadtbibliothek untergebracht war. Damit verbindet sich die Lesung auf besondere Weise mit der Geschichte der Stadt und ihrer Bibliothek.
Eine besonders enge und langjährige Verbindung zu Esther Bejarano hat auch das Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis. Die Schule begegnete ihr nicht nur bei verschiedenen Zeitzeugengesprächen und Veranstaltungen, sondern setzte gemeinsam mit ihr eindrucksvolle Zeichen gegen das Vergessen.
Benet Lehmann hat Esther Bejarano persönlich kennengelernt und zahlreiche Gespräche mit ihr geführt. In der Biografie verbindet er ihre Lebensgeschichte mit historischen Forschungen und Fragen nach der Bedeutung von Erinnerung in unserer heutigen Gesellschaft.
Öffentliche Lesung:
• Termin: Montag, 9. November 2026, 19 Uhr
• Ort: Theater am Ring, Saarlouis
• Veranstalter: Stadtbibliothek Saarlouis in Kooperation mit dem Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis
• Eintritt frei
Esther Bejarano bei der Verlegung der Stolpersteine für ihre Eltern Rudolf und Margarethe Loewy sowie ihre Schwester Ruth vor ihrem Geburtshaus am 1. Oktober 2015.
Foto: Sascha Schmidt