Wie kann die Energiewende vor Ort gelingen und wie können Bürgerinnen und Bürger, Kommunen sowie lokale Energieversorger dabei enger zusammenarbeiten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Veranstaltung „Strom teilen in Saarlouis – gemeinsam in die Tat umsetzen“, zu der die Stadtwerke Saarlouis gemeinsam mit ihren Projektpartnern IZES gGmbH, ArgeSolar und der Europastadt Saarlouis eingeladen hatten.
Bereits seit 2023 befassen sich die Projektpartner im Rahmen des Forschungsprojekts „Modell EEGe“ mit den Möglichkeiten des sogenannten Energy Sharing. Mit der Einführung des § 42c im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) wurde dieses Konzept Ende 2025 bundesweit rechtlich verankert und ist seit dem 1. Juni 2026 offiziell umsetzbar.
Doch was bedeutet Energy Sharing eigentlich? Dahinter steckt die Idee, lokal erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien – beispielsweise von Photovoltaikanlagen auf Hausdächern – innerhalb einer Gemeinschaft gemeinsam zu nutzen. Bürgerinnen und Bürger, kleine und mittlere Unternehmen, Vereine und Kommunen können sich hierzu in sogenannten Erneuerbare-Energiegemeinschaften zusammenschließen. Ziel ist es, regional erzeugte Energie stärker vor Ort zu verbrauchen, die lokale Wertschöpfung zu erhöhen und die Energiewende gemeinschaftlich voranzutreiben.
Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter der Kommune, des Landkreises Saarlouis sowie des IZES, die Stadtwerke Saarlouis sowie das Quartiersmanagement Fraulautern in einer Podiumsdiskussion über die Chancen und Perspektiven einer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft in Saarlouis-Fraulautern. Dabei standen sowohl konkrete Umsetzungsmöglichkeiten als auch die Frage im Mittelpunkt, wie Bürgerinnen und Bürger sich aktiv an einer nachhaltigen Energieversorgung gemeinsam mit der Kommune und der Stadt beteiligen können.
Die zahlreichen Beiträge und die lebhafte Diskussion machten deutlich: Das Interesse an einer regionalen, nachhaltigen und gemeinschaftlich organisierten Energieversorgung ist groß. Insbesondere die Möglichkeit, die Energiewende direkt vor der eigenen Haustür mitzugestalten und gleichzeitig den Zusammenhalt vor Ort zu stärken, stieß auf großes Interesse.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Damit aus den ersten Ideen konkrete Projekte entstehen können, sind nun insbesondere engagierte Bürgerinnen und Bürger gefragt. Wer Interesse hat, sich aktiv an der Entwicklung einer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft in Fraulautern zu beteiligen, eigene Ideen einzubringen oder sich über die Möglichkeiten des Energy Sharings informieren möchte, kann sich gerne an das Quartiersmanagement Fraulautern wenden.
Das Quartiersmanagement begleitet den weiteren Prozess vor Ort und fungiert als Anlaufstelle für alle Interessierten auch über das Ende des Projekts hinaus. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Stadtwerken sowie weiteren Partnern tragfähige Strukturen für eine gemeinschaftliche und nachhaltige Energieversorgung aufzubauen. Jede und jeder, der die Energiewende in Fraulautern aktiv mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen, sich einzubringen.
Kontakt:
Quartiersmanagement Fraulautern
Jessica Fischer
Tel: 06831 – 443 675
E-Mail: jessica.fischer@saarlouis.de

Foto: Stadtwerke Saarlouis – v. l. n. r.: Dina Klippert (Stadtwerke Saarlouis), Barbara Dröschel (Expertin Energy Sharing), Mara Wagner (IZES gGmbH), Jessica Fischer (Quartiersmanagement Fraulautern), Aline Adam (IZES gGmbH), vorne : Ralf Rupp (Landkreis Saarlouis), Jörg Rink (Stadtwerke Saarlouis)